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EU-MDR Artikel 10a: Q&A-Paper der Europäischen Kommission zur Informationspflicht bei Lieferkettenunterbrechungen – Teil 2

Im zweiten Teil der Reihe zur Lieferketten-Guideline der EU-Kommission geht es um Kommunikationswege und deren Verlässlichkeit.

Kommunikationsfähigkeit als regulatorische Anforderung

Im ersten Teil dieser Beitragsreihe stand die frühzeitige Erkennung und Bewertung potenzieller Lieferengpässe im Mittelpunkt. Der zweite Teil behandelt nun einen weiteren Kernpunkt des Q&A-Papers der Europäischen Kommission: belastbare Kommunikationsketten entlang der Liefer- und Versorgungskette.

Die Kommission macht deutlich, dass wirksame Lieferkettenüberwachung ohne funktionierende Kommunikationsstrukturen nicht möglich ist. Hersteller sollen sicherstellen, dass kritische Informationen frühzeitig, vollständig und ohne Verzögerung zwischen Lieferanten, internen Entscheidungsträgern, Behörden und Abnehmern weitergegeben werden können. Dies ist integraler Bestandteil der Überwachung nach dem Inverkehrbringen.

Damit erstreckt sich die Herstellerverantwortung über reine Meldemechanismen hinaus. Auch die Strukturen, die eine Meldung auslösen können, sollen nachvollziehbar belastbar sein – der zweite Punkt, den die Kommission hervorhebt, lässt sich daher so zusammenfassen:

2. Punkt: Verlässliche Kommunikationsketten von Lieferanten zu Abnehmern und Behörden

Hersteller sollten sicherstellen, dass ihre Kommunikationskanäle lückenlos und zuverlässig sind.

Dies ist eine Voraussetzung für zuverlässige Lieferkettenüberwachung: Wenn Hersteller erst merken, dass eine Komponente ausfällt, weil eine Lieferung nicht mehr ankommt, ist es bereits zu spät.

Deswegen sollten Hersteller mit allen kritischen Lieferanten, mit den Entscheidungsträger*innen, die eine Steigerung oder Verringerung der Produktion bewirken können, und mit den zuständigen Abnehmenden, Behörden und Ämtern in der EU einen engen Kontakt pflegen.

Kommunikationswege sollten gut konzipiert, einstudiert und belastbar sein: Klare  Kanäle, eindeutige Verantwortlichkeiten und vordefinierte Eskalationsmechanismen sind entscheidend! Die entscheidende Frage:

Ist sichergestellt, dass kritische Informationen vollständig, unverändert und ohne Verzögerung alle relevanten Akteure erreichen – und kann ich diese Kommunikationskette jederzeit nachvollziehen und ihre Effektivität belegen?

Kommunikation ist unser täglich Brot

Belastbare Kommunikationsstrukturen werden zunehmend zu einem zentralen Bestandteil regulatorischer Compliance. Entscheidend ist nicht allein, dass Informationen vorhanden sind – sondern dass sie vollständig, nachvollziehbar und ohne Verzögerung die relevanten Stellen erreichen.

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Kommunikations- und Eskalationsprozesse den Anforderungen der Europäischen Kommission entsprechen, begleitet Sie die BEO BERLIN bei der Strukturierung belastbarer Kommunikations- und Vigilanzsysteme für komplexe Liefer- und Versorgungsketten.

Schreiben Sie uns.


Dies ist Teil 2: Kommunikationsfähigkeit.

Hier geht es zu Teil 1: Überwachung.

Und hier zu Teil 3: Gegenmaßnahmen (online ab 27.05.2026).


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